BGS Hardenberg-Pötter e.V. Minigolf aus Leidenschaft .....
BGS Hardenberg-Pötter e.V.Minigolf aus Leidenschaft .....

News 2009

04.11.2009 - BL: Mit Hallensieg in die Winterpause

(UL) Zum Abschluss der 2009er Spielzeit fand am vergangenen Wochenende der zweite Bundesligaspieltag der Saison 09/10 in München statt. Eigentlich unüblich: Ein Termin im November und nach dem Europacup – aber durch die Loslösung vom üblichen Terminkalender, die Möglichkeit für andere Aktive einen Spieltag live zu verfolgen und wie sich herausstellen sollte auch die Chance für den Verband einen Schiedsrichterlehrgang und eine Dopingkontrolle durchzuführen. Natürlich kam für diesen Termin nur eine Indoor-Maßnahme in Frage und mit der relativ neuen Halle der Betreiber „Inside Minigolf“ in München fand sich auch ein idealer Austragungsort.

Die Eternit-Bahnen sind mit den typischen Fun-Sports Plastikhindernissen bestückt und relativ plan verlegt. Einige der verarbeiteten Verbundfaserplatten sind allerdings eher 2. Wahl und sorgen mit ihren unkalkulierbaren Spuren für den nötigen Spielspass – hier speziell Bahn2, Streben. Das Vorderfeld wird durch 2 Hindernisbahnen dominiert: Das Rohr (Bahn3) verzeiht vorne wenig und nur der optimale Schlag findet sicher sein Ziel. Der Hochtöter (Bahn 7) ist eigentlich nicht besonders anspruchsvoll. Die bereits angesprochenen Spuren, bei gleichzeitig nicht vorhandenem Rücklauf, sorgen aber für eine eher geringe Assquote. Spektakulär und vor allem laut die Variante an den Passagen: Ein Rundläufer mit schwerem Glasstein gegen die linke Passagenecke. Interessant, wie sich die Bahn dabei innerhalb von 3 Wochen stetig verändert hat. So war es anfangs unmöglich mit einem glatten Stein das notwendige Tempo zu erzielen. Hunderte von Einschlägen an der Bande machten diese aber immer schneller, so dass im Turnier die matten Stein-Varianten häufig sogar überliefen. Nach diversen Ass-Feldern im Mittelfeld, beginnen die Technik-Bahnen mit dem anspruchsvollen Salto (Bahn 12), einer diffizilen Brücke (Bahn 15) und enden schließlich mit einem nicht unkritischen Blitz als Schlussbahn. Bereits im Training zeigte sich, wie schwer hier gleichmäßige Ergebnisse zu erzielen waren. Gute Serien wurden immer wieder durch 24er oder 25er Ausreißer unterbrochen.

Erneut fanden sich an den vorangegangenen Trainingswochenenden nur wenige Mannschaften ein und die Hardenberger konnten in aller Ruhe und unbeobachtet ihr Programm absolvieren. Leider fand der Stein-Schlag schließlich doch seinen Weg in die gegnerischen Teams, die Vorlaufvariante am Winkel (100%) blieb dafür aber unentdeckt und lieferte so wichtige Schläge.

Der Spieltag selbst verlief trotz ordentlicher aber nicht überragender Leistung des Titelverteidigers nach Plan. Zwar lag man nach einer Runde hinter dem Team aus HH-Niendorf auf Rang 2. Bei relativ konstantem Spiel sorgten dann aber die gegnerischen Teams mit ihren Ausrutschern für den am Ende respektabelen Vorsprung von 19 Schlägen. Bei Tempelhof, miserabel in die beiden ersten Runden gestartet und bereits wie der sichere Letzte aussehend, brachte die Auswechslung des indisponierten Jugend-Nationalspielers D. Löschmann die überraschende Wende und dem Team erneut den 3. Tabellenplatz. Mit 8 Punkten Rückstand liegen die Berliner jetzt auf dem 2. Platz der Gesamttabelle und spekulieren vielleicht bereits auf eine EC-Teilnahme. Erneut völlig abgeschlagen, die Mainzer Herren, bei denen nach M. Hermann (96) jetzt auch Jung-Nationalspieler S. Spreier (104) sein erstes sportliches Tief in der „allgemeinen Klasse“ durchlebt. Auch dem erfahrenden Coach B. Szablikowski gelang es diesmal nicht, sein Team aus der Lethargie zu reißen, um doch noch zu punkten.

Das herausragende Ergebnis des Turniers erzielte der Hardenberger Ersatzspieler M. Mann (81), dem nach schwachem Start, mit 5-hoch nach 7 Bahnen, nur noch 3 Fehler unterliefen und der seine Leistung in Runde 4 mit der ersten Turnier-18 auf der Anlage krönte.

Die Damenkonkurrenz verspricht dafür in der laufenden Saison noch spannend zu werden. Aufsteiger Cuxhaven startete überraschend stark und konnte erst in der 2. Hälfte des Turniers durch die Damen aus Göttingen abgefangen werden. Die Titelverteidigerinnen aus Mainz boten eine desolate Leistung – waren am Ende mit Platz 3 knapp vor Bensheim glücklich bedient. Neuer Tabellenführer sind somit die Göttingerinnen. Möve Cuxhaven sammelte wichtige Punkte gegen den Abstieg und das vermeintliche Heimspiel wurde für die Olchinger Damen zur Null-Nummer. Erneut zeigt die erste Damen-Liga schwaches Niveau – Schnitt 24,3. Einzig N. Warnecke (89), vom Aufsteiger Cuxhaven, wusste zu überzeugen.

Wie bereits angesprochen wurde dieser Spieltag auch zur Schiedsrichter-Schulung genutzt. Das somit komplett spielfreie Schiedsgericht (B. Lindner, K. Reinisch, R. Brandt) zeigte sich über den kompletten Turniertag unauffällig präsent und lieferte eine nicht zu beanstandende Leistung ab. Zusammen mit den Rahmenbedingungen einer Indoor-Veranstaltung führte dies zum schnellsten Bundesligaspieltag der Geschichte - bereits nach 8 Stunden konnten Teilnehmer ohne Dopingtest-Probleme die Heimreise antreten.


(Un)sportlich:

Auf Nachfrage, warum die inneren Publikums-Hilfseingänge am Laby nicht verschlossen werden – seit Jahren internationaler Standard – teilt Schiedsrichter K. Reinisch mit: „Beweise mir, wo das im Handbuch steht“. Eins zu Null: Im Spiel Handbuch gegen den gesunden Menschenverstand.

Während eines Gesprächs zwischen einem verunsicherten Aktiven und dem Doping-Beauftragten stellt sich heraus, dass die Einnahme von Beta-Blockern auf Grund der Übernahme der NADA-Richtlinien inzwischen völlig legal ist. Gab es da nicht den einzigen Dopingfall in der Minigolfgeschichte? Ein weiteres Highlight im Kabinett der NADA-Absurditäten.

Restaurant-Empfehlung: Taverna del Sud
Mit aktuell sehr schmackhaften Trüffel-Variationen. Unser Wein-Tip: Pian di Conte IGT – Azienda Agricola Talenti. Ein Cüvee aus Sangiovese, Cabernet, Merlot und Syrah.

Ein besonderer Dank an die Betreiber von Inside Minigolf: Dieses Event hat wirklich Spaß gemacht.


Reisinger Bälle von der Company gespielt:

Rohr: Olten
Passage: Stein
Turm: 13
Winkel (Rücklaufvariante): Remo Zaugg KRR
V: Grünes Band
Mittelkreis: H3
Netz: 15
Salto: Bad Salzuflen Prototyp
Niere: EC Bergheim 2005
Blitz: EC2009 KR

09.10.2009 - EC 2009 Vaduz: Der Beton ist angerührt

(UL) Mit der Vergabe des Europapokals der Landesmeister nach Vaduz (FL) kehrte das wichtigste europäische Turnier für Vereinsmannschaften nach 26 Jahren Abstinenz wieder an den Ort seines Ursprungs zurück - bereits zwischen 1962 und 1983 wurde dieser Event insgesamt 20 Mal in der Liechtensteiner Hauptstadt ausgetragen und dabei übrigens vom MC Siegen mit 6 Titelgewinnen dominiert. Aber die alte Anlage ist bereits lange Geschichte und seit 1997 durch eine neu erbaute ersetzt. Auch ein luxuriöses Clubhaus ist rechtzeitig zum EC entstanden. Beste Voraussetzungen also, für eine optimale Ausrichtung dieses Europäischen Minigolf-Highlights.

Die Vorfreude auf Vaduz ist berechtigt. Das kleine, rund 5000 Einwohner zählende Städtchen, liegt idyllisch im Rheintal zwischen Österreich und der Schweiz und ist eingerahmt von einem beeindruckenden Alpenpanorama. Wer die Anlage das erste Mal erblickt wird sicherlich begeistert sein. Alles wirkt akkurat, gepflegt und perfekt zu spielen. Verwunderlich daher Aussagen wie "Planierraupe" oder "Dampfhammer". während der ersten Trainingseinheiten im Juli. Das Problem: Der Beton ist nach dem Guss nicht optimal verstrichen worden und musste anschließend nachgeschliffen werden. Statt eines eindeutigen Gefälles existieren so häufig schnell wechselnde Spuren und Wellen. Auch bei absolut perfektem Spiel und Ballmaterial spielt so immer auch der Faktor Glück eine nicht unwesentliche Rolle. Einzig Bahn 8, 9, 11 und 18 erschließen sich schnell. Die Hindernis-Bahnen 3, 4, 15 und 16 bleiben optimierbare Willkür. Die Top-Ass-Bahnen 14 und 17 sind trotzdem diffizil. Die restlichen Aufgaben dürften diversen Spielern einige graue Haare beschert haben.

Besonders spannend Bahn 7: Der größte Teil des Endkreises weist nur minimales und sporadisches Gefälle zum Loch auf und nur im Bereich von 1m um das Loch kann man eigentlich von einem leichten Trichter sprechen. Historisch gewachsen flogen dementsprechend Steine und schnelle Rohlinge in den Endkreis, die sich entweder im Außenbereich totliefen, aus dem Kreis sprangen und mit einer hohen Fehlerquote behaftet gelocht werden mussten. Dabei ist die Bahn extrem einfach und assig: Einfach einen toten Kullerball, z.B. Mini links in den Kreis, dann ins Netz heben, nach rechts rund gegen die Bande laufen lassen und der Ball rollt von dort unweigerlich in den optimalen Trichterbereich. Immer wieder überraschend, dass auch absolute Spitzenspieler immer noch nicht in der Lage zu sein scheinen, einen Ball ordentlich über einen Weitschlag zu transportieren - die Bahn sogar zum Hindernis küren.

Noch ein weiteres Beispiel sei gestattet: Wann findet man schon eine 2, die bei allem Material- und Trainingaufwand am Ende völlig unsteuerbar bleibt? Die Plattenvarianten sind unkonstant und fehlerträchtig - scheiden somit aus. Dafür gibt es eine hervorragende Geradeausspur. Die führt den Ball dann aber nur ordentlich zwischen den Platten hindurch und egal ob mit der Schnellballvariante oder mit totem Material - am Ende bleibt ein Ass pures Glück und nach erfolgreichen Serien kann man einen Tag locker auch ohne die "1" auf dem Protokoll beenden.

Wie bereits angeklungen, hatte das Hardenberger Team schon sehr früh mit dem Training für den EC begonnen, mehrere freie Wochenenden genutzt - zwei Spieler nahmen zusätzlich die Möglichkeit einer ersten Turniersimulation beim Vaduzer Marathon wahr. Dementsprechend war die Anlage zum Zeitpunkt der Anreise faktisch fertig austrainiert und an den beiden offenen Trainingstagen konnte man sich voll auf die Ball- und Spurverifikation konzentrieren - ein großer Vorteil gegenüber der skandinavischen Konkurrenz, die die Anlage noch völlig ohne Plan betreten musste. So kam es während der Trainingsrunden wie es kommen musste: Hätte man Eintritt verlangen können, wäre die Vaduzmaßnahme sicherlich finanziert gewesen - es bildeten sich wahre Trauben von "Zuschauern", die ihre eigenen Defizite mit simpeler Abguckerei auf einfache Art eliminieren wollten. Die Konkurrenz aus Uppsala war sich nicht einmal zu fein, eine komplette Runde des Deutschen Titelträgers mitzuprotokollieren. Egal! Die Meister der Plagiate kommen aus China und nicht aus Schweden.

Die Hardenberger traten zum Turnier mit der identischen Aufstellung des letzten Bundesligaspieltags an - U. Ludwig überzeugte bereits im Training und zeigte auf, wie tief man auf dieser Anlage spielen konnte. Bei ungefährer Reproduktion der Trainingsleistungen (170 -) sollte man die Nase vor der Konkurrenz haben. Mit einer Startrunde von 170 und in Runde 2 174 Schlägen lag man dann auch wie erwartet vorne. Und auch wenn die Leistungsgrenzen noch nicht optimal ausgespielt wurden, lag man mit 7 Schlägen vor dem Überraschungszweiten aus Vergiate (I). 3 Runden standen an diesem ersten Tag auf dem Programm: Bei einem Rekordteilnehmerfeld eigentlich nicht zu schaffen und so wurde bereits im Vorfeld entschieden, um 19:15 Uhr abzubrechen und Runde 3 am Folgetag zu beenden. Eigentlich eine klare Ansage. Aber was kann man in den Bergen und bei Bewölkung zu dieser Uhrzeit wirklich noch sehen?
 

Die letzte ½ Stunde wurde zur Farce: Bei zunehmend schlechtem Licht und völlig aus dem Ruder laufendem Lautstärkepegel wirkte das Schiedsgericht desorientiert und überfordert. In Abänderung des Bekannten, sollte jetzt auch nach 19:15 bis zu festgelegten Bahnen weitergespielt werden - nur vergaß man leider, wirklich alle Spieler darüber zu informieren. So endete der Tag mit zwei unnötigen Fehlern der Hardenberger Nummer Zwei, aber auch mit dem neuen Bahnrekord von 23 Schlägen durch T. Greiffendorf, der als Startspieler seine Runde beenden konnte. Eigentlich musste man am nächsten Tag den Sack nur noch zumachen…

Trotz Ludwigs fertig gespielter 30 standen nach 3 Spielern dann auch 79 Schläge auf der Tafel. Was würden die letzten Drei für ein tiefes Ergebnis beisteuern können? Leider verpasste man zu diesem Zeitpunkt die frühzeitige Vorentscheidung: Vor allem die beiden Erlbruch Brüder, eigentlich Garanten für tiefgrüne Ergebnisse fanden nicht zu ihrem Spiel und nach ihrem 34er bzw. 32er Score blieb die erhoffte Superrunde aus - wieder nur 171.
Die beiden kompletten Tagesrunden absolvierte die Mannschaft anschließend souverän. Zwar reichte es in beiden Durchgängen erneut nicht für das Hammerergebnis - mit 169er und 171er Runden konnte man sich trotzdem deutlich absetzen, da sowohl Vergiate (181, 182), als auch Uppsala (179, 181) nicht mithalten konnten. Dafür zeigte jetzt das 2. Schwedische Team, Joenkoeping, ansteigende Form - eigentlich hatten diese lediglich die Auftaktrunde des ersten Tages verpatzt (187) und punkteten jetzt mit gleichmäßigem Spiel.
Am Ende des 2. Turniertages hatte Hardenberg mit 25 Schlägen Vorsprung bereits die Hand am Pokal. Für das Finale hieß es jetzt nur, die Ruhe und Konzentration zu bewahren. Auf den folgenden Plätzen ging es dafür umso enger zur Sache.

Der Finaltag startete mit einem Paukenschlag: Durch den deutlichen Vorsprung sichtlich entspannt und gelöst, spielte die Company endlich ihr Spiel - 26, 23, 29, 25, 26, 28! Fertig war die 157er Superrunde inkl. erneutem Bahnenrekord diesmal durch U. Ludwig. Ungläubiges Erstaunen und Respekt von allen Seiten - niemand hatte solch eine Leistung in Vaduz für möglich gehalten. Der letzte Durchgang glich für das Team bereits einer kleinen Ehrenrunde und im Freudentaumel reichte es nochmals für ein Topergebnis - 162. Am Ende gewann der Deutsche Meister mehr als verdient mit 48 Schlägen Vorsprung auf Joenkoepping. Vorjahressieger Uppsala konnte sich letztendlich noch auf den dritten Platz retten.

Für eine Überraschung sorgte das Schweizer Damen-Team aus Effretikon. Weder die Titelverteidigerinnen aus Uppsala, noch der Deutsche Damenmeister aus Mainz hatten gegen die entfesselt aufspielenden Schweizerinnen eine Chance, bei denen Rebecca Webber mit 197 Schlägen das 7.-beste Ergebnis aller Teilnehmer erzielte. Immerhin konnten sich die Mainzerinnen, dank einer deutlichen Leistungssteigerung, am Ende noch die Silber-Medaille sichern.

Natürlich bleibt einem ein gewonnener Europapokal besonders positiv in Erinnerung. Aber gerade dann darf nicht vergessen werden, mit welcher Hingabe und Aufopferung die Mitglieder und Helfer des Liechtensteiner Verbandes für den reibungslosen Verlauf des EC 2009 gesorgt haben. Stellvertretend für alle Helfer der Dank an Fritz, den wildesten Starter aller Zeiten und Manuela Bamert, die als Schweizerin die Liechtensteiner eine Woche bei der Organisation unterstützt hat.


(Un)sportlich:

Der diesjährige EC geht mit einer neuen Rekordbeteiligung in die Geschichte ein: Es nahmen 9 Damen-Teams und 13 Herren-Teams mit zusammen 122 Aktiven teil!

War es unglückliche Notwendigkeit, Dilettantismus oder beabsichtigte Schikane, dass in der deutschen Trainingsgruppe eine Herren- und eine Damenmannschaft (11 Spieler) mehr als in der schwedischen Gruppe eingeteilt waren?

In der Sitzung von Schiedsgericht und Coaches wurde auf die explizite Ahndung von Kettenrufen hingewiesen - klar und OK. Wenn dann allerdings M. Koziol ein Teamfoul mit der Begründung "Aufforderung zum Kettenruf" erhält. Er soll sich beim Assschrei provokativ gedreht haben. Man auf Intervention meint, sonst könne man es ja auch als persönliches "Behaviour" bewerten und mit der "Time" passe es ja auch nicht immer, kriegt man den Gedanken an einen türkischen Basar nicht aus dem Kopf.

Ein ganz besonderer Dank geht an unsere Coaches und Betreuer: Headcoach R. Ludwig für Support und Koordination auf der Anlage. M. Becker und M. Reiche für ABSOLUT perfekt präpariertes Ballmaterial und Y. Erlbruch für 8 Tage gastronomischer Meisterleistungen.

Und noch ein Dankeschön: Für die tolle Zusammenarbeit mit dem Mainzer Damen-Team und deren Coaches. Der Mini und die Schlagzeilen waren eine Bombe!

Schön, wenn man nach einer Woche Minigolf gefragt wird, an welchem Urlaubsort man sich im Oktober die kräftige Bräune geholt halt. Bei 6 Tagen Sonne und einem Quartier auf 1400m Höhe - kein Problem!

Danke auch an Stefan Reisinger und Frau Baumer, die dem Team in einer Blitzaktion den besten Ball für die 14 lackiert hat.


Reisinger Bälle von der Company gespielt:

Bahn 1: WE,HE
Bahn 2: Bo2, H3
Bahn 3: 01
Bahn 5: Remo Zaugg roh, Effretikon
Bahn 7: Schlagzeilen
Bahn 8: H4
Bahn 12: Witten2
 

Video vom Europacup-Finaltag
 

07.09.2010 - 1.BL: Glück ist Geschick

(UL) Der Ball rollt wieder: Die Bundesligasaison 2009/10 hat mit dem Auftakt-Spieltag beim Aufsteiger Tempelhofer MV aus Berlin begonnen.

Die Tempelhofer Beton-Anlage ist zwar vielen aus früheren Jahren bekannt - hier fanden unter anderem die Abt.1 DM 1992, die Bundesrangliste 1994 und der BLVK 1995 statt. Über die Jahre hat sich allerdings sowohl an den Bahnen, als auch im Bereich Ballmaterial einiges getan. Seit der Beschleifung der Bahnen sind an Bahn 4 und 18 Vorbänder entspannt spielbar und damit zwei wesentliche Hürden beseitigt. Eine echte Herausforderung stellt einzig die Bahn 15 dar - mit giftigem Grat und Zug vor dem Hindernis, massivem Gefälle danach und rustikalem Endkreis am Ende, zeigte sie vielen Aktiven ihre Zähne.

Vorteil für Hardenberg: Mit Uwe Ludwig hatte man einen Berliner und Ex-TMVer in den eigenen Reihen, der die Anlage wie seine Westentasche kennt und diese bereits weit im Vorfeld intensiv austrainieren konnte. An drei Wochenenden wurden diese Ergebnisse zusätzlich noch verifiziert und verfeinert, so dass man sich sicher war, diesen Spieltag zu gewinnen. Ziel: Ein grüner Mannschaftsschnitt.

Einziges Manko - der Wetterbericht! Nach durchgehend gutem Wetter an den 3 Trainingstagen, war für den Sonntag eher die feuchte Variante angesagt und pünktlich um 8:00 Uhr setzte auch der erste Nieselregen ein. Trotzdem zeigte das Team von Beginn an eine hervorragende Leistung und mit T. Greiffendorf (29), U. Ludwig (27) und W. Erlbruch (25) - im übrigen Bahnrekord - brachte man es schließlich auf 173 Schläge für den Auftakt-Durchgang. Eigentlich war zu erwarten, dass man damit alle weiteren Teams um mindestens 10 Schläge distanzieren würde - überraschend daher, dass Dormagen-Brechten lediglich 4 Zähler dahinter lag. Schon vom Start weg war jedem klar, dass es nur für ein Turnier über 3 Runden reichen würde - mit jeder zusätzlichen Unterbrechung wurde sogar der erste 2-Runden-Wettkampf der Liga immer wahrscheinlicher. Nachdem Hardenbergs Nummer 2, U. Ludwig, seine Runde 2 beendet hatte, dann die erneute Regenunterbrechung - diesmal aber ein wirklich heftiger Regenguss. Jetzt stand überall das Wasser und die Bahnen waren bei anhaltendem Nieselregen nicht mehr ohne weiteres trocken zu legen. Kurz darauf tatsächlich die Entscheidung über eine Turnierverkürzung bei den Herren auf nur 2 Runden. Jetzt wurde es wirklich eng! Greiffendorf, Ludwig und Koziol gaben mit ihren 31er Passen insgesamt 8 Schläge auf Dormagen-Brechten (29, 28, 28) ab und urplötzlich war man 4 Schläge hinter dem engsten Konkurrenten. Und auch auf der Anlage sah es zu diesem Zeitpunkt nicht rosig aus. Allerdings konnte W. Erlbruch, trotz eines Drass an Bahn 17, zwei Schläge zurückerobern. Jetzt kam alles auf die Schlussspieler A. Geist und H. Erlbruch an: Geist lag zwar nach den ersten 9 Bahnen zurück, konnte aber mit seinem Ass an der witterungsbedingt extrem kritischen Vorbanden-17 noch zum 30 zu 30 ausgleichen. Zum gleichen Zeitpunkt das Duell zwischen H. Erlbruch und M. Möller. Die Hardenberger 6 liegt an Bahn 15 oben, kann den schwierigen Doppelbanden Putt aber sensationell verwandeln. Möller zeigt Nerven, benötigt vier Schläge - Ausgleich! Da die 16 eigentlich eine tote Bahn ist muss Bahn 17 die Entscheidung bringen. Erlbruch gelingt ein ordentlicher Schlag, der leider knapp rechts am Loch vorbei geht - Zwei! Doch wie wird der Dormagen-Brechtener die knifflige Situation meistern? Rechts vor das Hindernis: Kann er den zweiten Schlag nicht verwandeln reicht es zum Gewinn. Vorbei! Und der erste Sieg für die Pötter in der Saison 09/10 ist Gewissheit. Wie sagte schon die alte Frau Hufschmidt: "Glück ist Geschick!"

Bei den Damen leider eher unspektakuläres: Die Liga ist nach dem Rückzug von Neutrauling noch schwächer besetzt als in den Vorjahren - ein Durchmarsch der Mainzer Damen fast schon vorprogrammiert. Einzig das Team aus Göttingen wird wohl in der Lage sein, den Titelverteidigerinnen ein Bein zu stellen. Am Ende dann auch ein erwarteter, wenn auch knapper Sieg für Mainz vor Göttingen - die drei anderen Mannschaften mit deutlichem Abstand auf den Plätzen. Die Aufsteigerinnen aus Cuxhaven werden es wohl schwer haben - lediglich Neuverpflichtung N. Warnicke zeigte Bundesligatauglichkeit, die restliche Mannschaft um die Deutsche-Ranglisten-Erste A. Reinicke zeigte sich deutlich überfordert.


(Un)sportlich:

Da tauchen nach einem Jahr Abstinenz und ausführlicher Diskussion doch wieder die "Kleidung zerstörenden" Sicherheitsnadel-Startnummern auf - Mangelhaft!

Wir leiden mit "Mama" Löschmann, deren Anreisegeschwindigkeit am Turniertag drastisch durch eine Zivilstreife gebremst wurde.

Für die, die immer noch grübeln: Die RBF ist natürlich die "Rote Bärchen Fraktion"

Überraschender Gast am Turniertag Ex-Bundestrainer Rainer "Usti" Kunst - inzwischen übrigens Golftrainer.

Bedenklich: Fünf der insgesamt 19 Damen gehören bereits dem Seniorenbereich an - dafür findet man keine einzige Nachwuchshoffnung am Start.

Bei aller Liebe zum Rustikalen - einige Bahnen der Anlage am Hanielweg sind an der Grenze der Bespielbarkeit angekommen. Für unsere Freunde vom TMV liegt daher bis zur DJM im nächsten Jahr einiges an Arbeit vor der Tür. (Anm. d. A.: Icke find die Bahn super!)

Restaurant-Tipp: Tratoria da Franco - Finckensteinallee 58 - 12205 Berlin Steglitz.
Valpolicella Classico. Ripasso "Le Bine" 2007 mit duftigem Bouquet aus saftigen Kirschen, roten Johannisbeeren und Brombeeren. Am Gaumen ein gar nicht so schwerer und ungemein saftiger Wein. Vorspeisen-Tipp: Carpaccio von Scampis und Jakobsmuscheln


Von der Company gespielt:

Bahn 2: Erbach - Prototyp
Bahn 7: H4
Bahn 8: H4
Bahn 9: Olten (Baumer-Lack)
Bahn 11: H4
Bahn 12: Orange Punkt
Bahn 13: Prototyp - schwarz
Bahn 15: Karoline Karlson, Olten (Baumer-Lack)
Bahn 16: H4

22.07.2009 - Mike Mann Schweizer Meister 2009

(UL) Bei den Swiss Championships 2009 auf der Eternitanlage in Studen konnte sich der Hardenberger Bundesligaspieler Mike Mann im KO-System der besten 16 Herren durchsetzen. Im Finale bezwang er Michel Rhyn und wurde, nach 10 Jahren mit vielen zweiten Plätzen, erneut Schweizer Meister. Herzlichen Glückwunsch nach Zürich.

06.07.2009 - Zwischen den Zeiten

(HE) Durch das Umstellen des Ligenspielbetriebes von der kalenderjährlichen Meisterschaft zurück zur jahresübergreifenden Meisterschaft ist auf der einen Seite die Saison zwar beendet, da die deutschen Einzelmeisterschaften, die Welttitelkämpfe, sowie der Europapokal der Landesmeister aber noch vor der Tür stehen, kann von Sommerpause nicht die Rede sein.. Und auch die kommende Saison wirft bereits ihre Schatten voraus, denn am 13. September findet der erste Spieltag zur Spielzeit 2009/2010 statt. Alles gar nicht so einfach! Und daher hier ein Zwischenfazit, mit Ausblick auf die kommenden Highlights.

Und dieses Zwischenfazit kann sich sehen lassen. Nach der mehr als verkorksten Saison im vergangenen Jahr, hat sich das Team vom Schloss Hardenberg in dieser Saison eindrucksvoll zurück gemeldet. Mit lediglich vier Minuspunkten auf dem Konto legte die Mannschaft in der Bundesliga einen Start-Ziel Sieg hin. In keiner Phase der Saison bestanden Zweifel, dass der Titel nur an das beste Team der Welt gehen kann. Die Mannschaft zeigte sich wieder in der gewohnten Form und lies somit schnell die letzte Spielzeit vergessen.

Ein großes Plus war sicherlich der Neuzugang Alexander Geist vom Ligakonkurrenten SG Arheilgen, der sich mit einer überragenden Leistung schnell ins Team gefunden hat. Wie beeindruckend der Einstand war wird deutlich, wenn man einen Blick auf das Einzelklassement wirft: Mit insgesamt 11 Schlägen Vorsprung hat Alexander Geist diese Einzelwertung für sich entscheiden können. Hut ab!!!! Aber auch weitere Teammitglieder, wie Timo Greiffendorf und Uwe Ludwig wussten durch herausragende Leistungen im Team zu überzeugen.

Was bei aller Euphorie nicht übersehen werden darf ist die Tatsache, dass die Mannschaft Ihre Vormachtstellung auf Filz in den letzten Jahren eingebüßt hat. Denn die vier Minuspunkte wurden jeweils auf dem grünen Belag „verzeichnet“. Der Ligakonkurrent und Vizemeister aus Mainz hat den Hardenbergern auf Ihrem einstigen „Heimbelag“ den Rang abgelaufen. Von einer Momentaufnahme kann auch nicht mehr gesprochen werden, da dieser „Verlust“ als schleichender Prozess über die letzten Spielzeiten verfolgt werden kann. Lediglich der Spieltag in Bad Münder in der vergangenen Saison, stellte eine Ausnahme dar. Wer das Team kennt, weiß auch, dass solche Entwicklungen nicht gerne gesehen und hingenommen werden.

Als nächste Zwischenstation stehen nun die deutschen Einzelmeisterschaften im hessischen Künzell auf dem Terminplan. Der deutsche Rekordmeister wird dort mit einer dreiköpfigen Delegation, bestehend aus Alexander Geist, Walter Erlbruch und Harald Erlbruch anreisen. Und alle drei Spieler zählen mit zum engen Favoritenkreis auf den Titel. Als weiteres Highlight folgen dann im August die Weltmeisterschaften im dänischen Odense.

Auch wenn die Nominierung noch nicht erfolgt ist, kann man davon ausgehen, dass hier das genannte Dreigestirn eine wichtige und zentrale Aufgabe haben wird. Da die Meisterschaften auf Filz ausgetragen werden, wird es spannend zu betrachten sein, ob die schwedischen Teppich-Künstler weiterhin unbesiegbar bleiben..

Den Höhepunkt für das Team aus Hardenberg stellt definitiv der im Oktober anstehende Kampf um die europäische Landesmeisterkrone dar. Auch hier ist das Team aus Velbert mit Abstand der Rekordtitelträger. Der letzte Sieg konnte im Jahr 2006 in Lissabon errungen werden. Durch die verkorkste letztjährige Saison, verspielte sich das Team leider die Chance nach 2002 (Eibenstock) die Krone des Landesmeisters im eigenen Land zu gewinnen.

Zum neunten Mal greifen die Hardenberger jetzt nach dem europäischen Titel und trotz der inzwischen langen erfolgreichen Historie ist der Ehrgeiz ungebrochen. Bereits in diesen Tagen haben die ersten Trainingseinheiten im liechtensteinischen Vaduz stattgefunden. Wie bei jeder bislang erfolgreichen Mission, soll auch hier nichts dem Zufall überlassen werden. Die Vorbereitung ist weiterhin das A und O eines erfolgreichen Turnierverlaufs und in diesem Punkt ist das Team, und ganz besonders der Kopf der Mannschaft Walter Erlbruch, sehr gewissenhaft.

In 4 Monaten steht es fest wie erfolgreich die Mannen von Hardenberg die begonnene Saison 2008/2009 abgeschlossen haben. Die Aussichten für ein wieder erfolgreiches und mit Titeln versehenes Jahr stehen gut.

18.05.2009 - BL: Meistertitel vorzeitig gesichert

(UL) Es ist vollbracht! Mit einer hervorragenden und homogenen Teamleistung konnte am vergangenen Wochenende das Deutsche Vorzeige-Team des BGS Hardenberg Pötter den im letzten Jahr verlorenen Meistertitel zurückerobern – zugleich der 12. DM-Titel in den 14 Jahren einteiliger Bundesligageschichte.

Nach dem kleinen Dämpfer am letzten Spieltag in Schriesheim – mit dem zweiten Platz gab das Team dort die ersten 2 Punkte der Saison ab, ging es diesmal zum Heimspiel des Tabellen-Zweiten 1. MGC Mainz. Mit 14 Punkten Vorsprung im Gepäck, bestand dort bereits die Möglichkeit, sich die Deutsche Meisterschaft vorzeitig zu sichern.

Die idyllisch gelegene Anlage im Hartenbergpark – sicherlich ein Abt.1 Klassiker. Kein grauer Einheitsbelag, sondern historisch gewachsener bester Beton mit schönen Spielvarianten. Ein typischer Heimplatz und nicht unbedingt das beste Geläuf für zu eternit-orientierte Spieler! Keine leichte Aufgabe also, das junge Team aus Mainz mit ihrem Top-Spieler Kai Meyer – er hält den 4-Runden Bahnrekord mit 101 Schlägen - zu schlagen. Im Vergleich zum Wettkampf vor 2 Jahren hat sich an den Bahnen nur wenig verändert, allerdings ist der damals von Hardenberg so erfolgreich praktizierte Rotationsschlag an der 17 wegen des noch stärkeren Gefälles nicht mehr spielbar – hier musste eine brauchbare Alternative gefunden werden und auch die Rotation an der 14 gehört der Vergangenheit an, die Tot-Ball-Variante hat sich endgültig durchgesetzt.

Der herrliche alte Baumbestand, der auf der einen Seite das Flair der Anlage ausmacht, sorgt leider auch dafür, dass ohne ständige Bahnreinigung kein ordentliches Spiel möglich ist. Und ist es einmal kein Blatt oder eine Blüte, welche dem Ball den Weg versperrt, wird sicher eine Raupe ihren Weg mitten in die Spur finden.

Glücklicher Weise hielten sich die Schauer über das gesamte Wochenende in Grenzen und nach einer intensiven Grundreinigung am Sonntagmorgen konnte das Turnier durchweg trocken ausgetragen werden. Die Hardenberger begannen den Wettkampf in veränderter Startaufstellung: An Position 2 diesmal Beton-Routinier Uwe Ludwig. Der erste Durchgang verlief für das Hardenberger Team vielversprechend: Mit 166 Schlägen lag man knapp vor den Mainzern (169) auf dem ersten Platz – ein idealer Start in den Wettkampf und zugleich ein kleines Polster gegenüber den Teams aus Arheilgen, Niendorf und vor allem Dormagen-Brechten, die ein weiteres Mal ohne Weltmeister Marco Templin auflaufen mussten und deren Startspieler Alex Jasper gleich an Bahn 2 eine Fünf zauberte.

Auch der zweite Durchgang wurde von den Pöttern dominiert: 164 Schläge und nach wie vor keine rote Runde auf dem Tableau – so wären die Mainzer zu schlagen. Stellte sich nur die Frage, über wie viele Runden das Turnier gehen würde. Eigentlich war nach Abschluss der zweiten Passe klar, dass eine 4 Runden Distanz bei den Herren nicht vor 19:30 beendet sein würde und damit eine Verkürzung notwendig wäre. Immerhin wurde bereits vor 2 Jahren festgelegt, dass zum Schutz der Aktiven ein Bundesligaspieltag möglichst um ca. 18:00 Uhr beendet sein soll oder entsprechend zu verkürzen ist. Auf Nachfrage teilte OS Michael Löhr allerdings mit, dass keine Verkürzung beschlossen sei. Nach kleineren Tumulten und Scharmützeln also: Blutdruck runterfahren und rein in die dritte Runde, die dann nach einer halben Stunde doch zur Finalen erklärt wurde. Und es wurde noch einmal richtig eng. Zwar spielte das Erlbruch-Team weiterhin auf gleichbleibend hohem Niveau - Schlussspieler Harald Erlbruch lag allerdings nach 11 Bahnen 4 Schlag zurück und vor Bahn 15 lagen Mainz und Hardenberg gleich auf. Wer würde jetzt die besseren Nerven oder das Quäntchen mehr Glück haben. Erlbruch legt das Ass vor. Hermann schlägt nicht minder gut, aber der Ball überläuft um Millimeter. An Bahn 16 zwei Zweier. Dann das Finale an der 17: Wieder kann Erlbruch seinen Steyr ins Loch pressen – wieder verpasst der Mainzer nur knapp. Sieg und Deutscher Meister Titel für das Team aus Velbert, sowie die Genugtuung Mainz auf ihrer Heimanlage geschlagen zu haben. Mainz dürfte mit Rang 2 auch der Titel des Vizemeisters sicher sein. Niendorf müsste am kommenden Wochenende in Fulda eine Sensation gelingen, um sich nach einem völlig verpatzten 3. Durchgang noch aus der Relegation zu spielen.

Bei den Damen eine kleine Sensation: Nicht die haushohen Favoritinnen aus Mainz, sondern das Damen-Team aus Neutraubling konnte den Spieltag für sich entscheiden. Herausragend dabei Tanja Pscherer mit ihrer 106 und dem damit kategorieübergreifend besten Tagesergebnis!


(Un)sportlich:

Bahn 7 gehört sicher zu den spannendsten Weitschlägen der Welt! Wie schön wäre es, wenn nach einer Sanierung des Einspielbereichs die Schläge auch steuerbar wären.

Vielleicht hat sich ja Heimturnierleiter Volker Missionier genüsslich die Hände gerieben, als er nicht für eine Turnierverkürzung bei den Herren plädiert hat. Vielleicht hat ja auch Michael Löhr etwas missverstanden, als Anja Richter (Bundesligamanagerin) gesagt haben soll „In Schriesheim hat doch auch alles wunderbar geklappt“ (Anm. d. Red. Turnierende dort 19:00 Uhr). Trotz der späteren Verkürzung bleibt ein fader Beigeschmack hängen und einige Fragen offen.

Die Weißweine aus der Region sind sehr zu empfehlen. Und wem der Riesling zu säurelastig ist, dem sei z.B. zu einem Grauen Burgunder geraten – frisch, saftig, leicht moussierend mit fruchtig-beerigen Noten. Der sorgt für Entspannung, nach einem nicht für möglich gehaltenen Rauskommer (Lochrand?) an der Bahn 4.


Reisinger Bälle von der Company gespielt:

4: H4
7: K2
11: Bremen
15: 40J Hardenberg, Steyr, EC2007
17: Steyr
18: CaddyB, 14

06.05.2009 - BL: Erste Niederlage kein Beinbruch

(UL) Nach drei überaus erfolgreichen Spieltagen, die dem Hardenberger Team bei 30:0 Punkten einen komfortablen Vorsprung von bereits 14 Zählern bescherten, stand am vergangenen Wochenende in Schriesheim der erste Filzwettkampf der Saison auf dem Programm. Die letzten Jahre haben hier leider gezeigt, das inzwischen auch die gegnerischen Mannschaften in der Lage sind, zu punkten - die absolute Dominanz der Hardenberger aus den ersten Jahren der Liga scheint der Vergangenheit anzugehören. Umso wichtiger war natürlich die optimale Vorbereitung auf das Turnier, für die immerhin 2 freie Wochenenden zur Verfügung standen.

Bereits während der Trainingseinheiten konnte man sich ein Bild von Deutschlands vielleicht leichtester Filzanlage machen. Inzwischen in die Jahre gekommenen, zeigen trotz Teilsanierung einige Bahnen deutliche Mängel: Der Vorbeischmiss ist völlig unkalkulierbar - Bälle springen nach Lust und Laune durch die Luft, auch der Örkel hätte einen neuen Belag verdient und das Brückchen würde man im realen Leben zur Tempo 30 Zone erklären oder für jeglichen Verkehr sperren! Immerhin wurde im letzten Moment noch der Winkel überarbeitet - eine weise Entscheidung. Schwerer ist die Anlage aber dadurch nicht geworden. Zwar liefern Vorbeischmiss, Winkel, Passage und Brücke schlechtere Ass-Quoten, dafür sorgen die zusätzlichen Kullervarianten an Einfach-Tor, Ritter-Sport und Optischer für eine Reduzierung der Fehlerwahrscheinlichkeit. Wer zur Spitze gehören wollte, musste hier also auch in 2009 einen Schnitt unter 30 Schlägen erspielen.

Frisch motiviert und mit dickem Polster ging es dann also in den Wettkampftag. Leider aber erneut nur mit durchschnittlichem Erfolg: Mit Mike Mann (37), Walter Erlbruch (35) und zu guter letzt auch Harald Erlbruch (36) - eigentlich Deutschlands Filz-Vorzeigespieler - versagten gleich 3 Teammitglieder. Das konnte auch durch solides Spiel des restlichen Teams nicht kompensiert werden. Mainz führte zu diesem Zeitpunkt mit 5 Schlägen. Auch Runde 2 brachte leider nicht die erhoffte Wende. Zwar konnte man sich von 196 auf 188 Schläge steigern, sowohl Mainz (184), als auch Arheilgen (179) hatten aber hier die Nase vorn. 3. Platz: Ein neuerliches Filz-Debakel? Nein, denn jetzt zeigten die Pötter endlich, was auf diesem System in ihnen steckt. Mit 172 Schlägen konnte Arheilgen überholt und mit Mainz gleichgezogen werden. Die finale 4. Runde musste die Entscheidung bringen. Leider startete Hardenbergs Nr.2 Mike Mann in genau diese total indisponiert und ließ sich nach 6 Bahnen auswechseln. Der 29er Schnitt der restlichen 5 Spieler reichte am Ende nicht, um die von Einwechselspieler Uwe Ludwig fertig gespielte 40 zu egalisieren: Mainz gewann mit 4 Schlägen Vorsprung und verbesserte sich damit auf den 2 Platz der Gesamttabelle. Kein Beinbruch für den Serienmeister, der weiterhin mit 14 Punkten Vorsprung führt. Aber sicherlich auch nicht das Spiel, um Freude aufkommen zu lassen. Aufsteiger Niendorf kämpfte auf dem "fremden" System ordentlich. Mehr als ein 5. Platz vor den erneut letztplatzierten Bochumern, die den verletzten Ch. Krumm schmerzlich vermissten und eine 160 zu verkraften hatten, war aber letztendlich nicht drin.

Bei der Damenkonkurrenz ein Bild des Grauens! Außer Minigolflegende Gabi Rahmlow, die mit überragenden 88 Schlägen ihrem Uerdinger Team zugleich den ersten Platz sicherte, überboten sich die restlichen Kontrahentinnen in ihrem schlechten Spiel. So lag die aktuelle Nationalspielerin Nicole Gundert-Greiffendorf (98) als 2. beste Dame bereits 10 Schläge hinter Rahmlow. Die weiteren Aspirantinnen auf einen Platz im diesjährigen Nationalteam für Dänemark: Alice Kobisch (99), Bianca Oberweg (101), Nicole Piechotta (102) und Steffi Kern (104) dürften Bundestrainer Michael Neuland Kopfschmerzen beim Gedanken an eine im August sicher anspruchsvollere Filzanlage bereiten. Fragwürdig: Die Leistung der Kieler Damen mit einem Mannschaftsschnitt von 44,3 Schlägen.


(Un)sportlich:

Das Geschrei der SW-Deutschen Klientel hätte interessiert, wenn z.B. in Kiel bis 19:00 Uhr gespielt worden wäre - aber so natürlich Stille beim zusätzlichen Pseudo-Heimspiel.

Sicherlich gut gemeint, aber der Fragebogen zur Durchführung des November Spieltags zeigt auch, wie in bestimmten Gremien das Wort "Planung" interpretiert wird. Welchen sportlichen Wert ein im völligen Nichts liegender Termin als Vorbereitung der Kaderangehörigen für internationale Maßnahmen haben soll, wird sich auch dem Bundestrainer nicht erschließen.


Reisinger Bälle von der Company gespielt:

Flipper: EC97, Bremen
Vorbeischmiss: Steyr
Briefkasten: 98/2, SEM,Team Weinheim
Passage: Caddy C0
Brücke: H4
Örkel: Caddy C4, Caddy M

07.04.2009 - Coole Leistung bei kaltem Wetter

u Beginn des neuen Kalenderjahres wurde der dritte Spieltag der Bundesliga-Saison 2008/09 beim Aufsteiger Niendorfer MC in Hamburg ausgetragen.

Bereits bei der Terminierung der Trainingseinheiten für den Hamburger Spieltag zeigten sich die Mängel des extrem frühen Termins im März. So war 3 Wochen zuvor wetterbedingt, als auch anlagentechnisch kein Training möglich und am folgenden Wochenende nur bei Temperaturen im knappen Plus-Bereich, zwischen den eifrigen Helfern des NMC und ohne Toilette. Die regelmäßige Konsultation der einschlägigen Wetterdienste machte dann auch weiterhin wenig Hoffnung für das eigentliche Turnier-Wochenende.

Immerhin war die Anlage, dank der engagierten Arbeit der Niendorfer, in einem einwandfreien Turnierzustand. Kleinere Unwegsamkeiten wurden von Jens Schacht zusätzlich zeitnah mit dem Spachtel bearbeitet und auch der etwas aus der Linie geratenen Niere konnte rechtzeitig geholfen werden.

Vielen aus alten Nordbundesligazeiten noch bekannt, erscheint die Anlage auf den ersten Blick eher leicht – auch die gespielten Ergebnisse der Niendorfer in der letztjährigen 2.-Liga-Saison machen das deutlich. Bei zunehmendem Trainingspensum finden sich aber dann doch schnell die kleinen Tücken der Bahnen. So scheint es auf den ersten 9 Bahnen lediglich Aufgabe zu sein, die anspruchsvolle Welle zu meistern – eine material-technische Herausforderung. Im weiteren Verlauf des Trainings zeigen aber auch Stäbe und sogar das Netz ihre Zähne. Anekdote aus der Historie: Dem Vizepräsident Spitzensport Reinhard Neitzke gelang bei einen Nord-Bundesliga-Spieltag am dortigen Netz, mit abschließendem Sprung auf die Schanze, schon einmal eine waschechte 8 (7+1). Die zweite Hälfte zeigt sich dann deutlich anspruchsvoller: Nach den durchaus diffizilen Kappen, erwartet den Akteur mit dem Hochtöter die mentale Herausforderung der Anlage. Die Statistiken belegen dies später deutlich und auch der Dauerstau auf den 11 Bahnen davor spricht davon Bände. Der bald darauf folgende Flachtöter ist zwar von der Quote her, eher als Ass-Bahn zu bezeichnen, die teilweise willkürlichen Läufe der Bälle stellen aber immer ein gewisses Risiko dar – Besonders beeindruckend daher die Leistung der Mainzer-Mannschaft, die hier eine glatte 1.0 aufs Parkett zauberte. Als letzte Bahn ist abschließend der Blitz zu bewältigen. Der Bandenschlag mit einem Rohling ist dabei wetterbedingt ebenfalls tückisch.

Nach 4 Tagen Training – die ersten Hardenberger ließen sich bereits am Mittwoch den Schnee um die Nase wehen – sollte jetzt der Turniertag zeigen ob sich der immense Aufwand im Vorfeld gelohnt hatte.

Der Sonntag begann erwartungsgemäß: Ein Blick um 4:30 Uhr aus dem Fenster reichte, um jedem den Tag zu vermiesen - strömender Regen! Und auch zum Einschlagen um 7:00 Uhr keine Wetteränderung. Würde es überhaupt einen 3. Spieltag geben? Aber langsam besserte sich die Wettersituation und so konnten die ersten Damen das Turnier um 9:30 Uhr eröffnen. Glücklicher Umstand für die Herren, die vom Nachspielen profitierten und bereits halbwegs trockene Bahnen bespielen durften.

Im Herren Wettkampf schienen die Vorzeichen klar. Die Mannschaft, um den Führenden der Einzelwertung Alexander Geist, wollte einen guten Start in ein hoffentlich erfolgreiches neues Kalenderjahr und den damit verbundenen Ausbau der klaren Tabellenführung. Die Niendorfer Heimspieler sahen ihre Chance Platz 2 mindestens zu verteidigen und für die restlichen Mannschaften galt es, ein positives Zeichen nach vorne zu setzen. Sicherlich am meisten unter Druck, das Bochumer Team, das leider gleich auf zwei Stammspieler verzichten musste. Wie man sich am eigenen Hund ein Bein bricht, wird der tschechische Import K. Molnar sicherlich noch genauer zu berichten wissen.

Das Hardenberger Team kam mit einer 133er Auftaktrunde und diversen Fehlern am Hochtöter, nicht besonders gut aus den Startlöchern und musste sich mit dem vorerst geteilten 3ten Rang und 4 Schlägen Rückstand auf die Spitze zufrieden geben. Überraschend zu diesem Zeitpunkt die 140 Schläge von Aufsteiger Niendorf - das hatte sich das Team um Nationalspieler Marco Balzer sicherlich ganz anders vorgestellt. Es sei vorweg genommen: Niendorf konnte an diesem Tag zu keinem Zeitpunkt das Niveau der ersten zwei Spieltage erreichen und musste sich am Ende mit einem indiskutablen fünften Platz zufrieden geben. Nur das Team aus Bochum zeigte bis zum Ende eine noch schlechtere Performance – z.B. mit einem 2,2er Schnitt am Salto – und landete abgeschlagen auf dem letzten Platz, der bereits das frühe Aus im Kampf um den Klassenerhalt bedeuten könnte.

In Runde 2 musste also eine Leistungssteigerung her, wollte man sich an die Spitze des Feldes setzen. Das Hardenberger Startspieler-Trio mit Greiffendorf, Mann und Koziol brachte es aber nur auf 66 Schläge: Da waren dann wohl die Erlbruchs und Alexander Geist gefragt. Mit 61 Schlägen konnten diese das Ruder tatsäch herum reißen und die 127 Schlage für den Durchgang reichten für eine Verbesserung auf Platz 2 – knapp hinter den Mainzer Youngstern, die sich spielfreudig und konzentriert präsentierten. Dritter zu diesem Zeitpunkt, die Mannschaft aus Dormagen-Brechten, die ohne den amtierenden Weltmeister Marco Templin auskommen musste.

Passend, vor dem Start von Runde 3, entschied das Schiedsgericht um den OS Karsten Parbst, das Turnier bei den Herren auf 3 Runden zu verkürzen. Jetzt hieß es, einen kühlen Kopf zu bewahren – mit einer guten Teamleistung war der Sieg greifbar nahe. Startspieler Timo Greiffendorf musste sich nach einer durchschnittlichen Runde mit 22 Schlägen zufrieden geben, machte damit aber die 3 Schlag Rückstand auf Mainz wett und die anschließende 20 von Mike Mann und die 19 von Michael Koziol brachten das Team aus Velbert in Führung. Zum gleichen Zeitpunkt erwischte aber die Hardenberger Nummer 6 Harald Erlbruch einen rabenschwarzen Start: Ableger mit Lochrand an den Pyramiden und anschließend ein unkonzentrierter 3er an den Stäben – das könnte den Sieg noch gefährden. W. Erlbruch und A. Geist machten aber einen stabilen Eindruck und brachten mit 43 (22,21) gute Ergebnisse ins Ziel, was 4 Schläge Vorsprung auf die stärker werdenden Dormagener bedeutete. Gleichzeitig bauten die Mainzer kontinuierlich ab und hatten mit dem weiteren Ausgang nichts mehr zu tun. Jetzt kam es auf die letzten Bahnen von M. Möller(Dormagen) und H. Erlbruch vom Serienmeister an. Der amtierende Europameister konnte seinen Auftakt-Gau nicht mehr egalisieren und schloss die Runde am Ende mit 25 Schlägen ab. Glück für die Hardenberger, das der Dormagener Schlussspieler nicht in der Lage war, aus der Schwäche Kapital zu schlagen. Sieg für die Hardenberger und damit eine kleine Vorentscheidung beim Kampf um den Titel des deutschen Mannschaftsmeisters 08/09

Die Damenkonkurrenz präsentierte sich geschlossen indisponiert. Selten sah man auf einem Bundesliga-Spieltag dermaßen schwache Leistungen quer durch das gesamte Teilnehmerfeld. So reichte den Göttinger Damen am Ende eine durchschnittliche Leistung zu Gewinn des Spieltags – die Mainzerinnen verteidigten mit Rang 2 ihre Führung in der Gesamtwertung. Neutraubling, ohne Stammspielerin und Leistungsträgerin C. Reinisch angetreten, verspielte in der letzten Runde mögliche Punkte. Konnte aber wohl mit Platz 3 zufrieden sein. Wer erwartet hatte, Olching könne dank der Verstärkung durch Anna Elisabeth Dubbels für Wirbel in der Liga sorgen, wurde enttäuscht. Die Österreichische Nationalspielerin fand bei ihrem Bundesliga-Debüt keine Bindung und musste nach 12 Bahnen entnervt ausgewechselt werden.


(Un)sportlich

Da soll eine jahresübergreifende Saisonplanung zu Freiräumen und Entzerrung der Terminsituation führen: Gleichzeitig findet der erste Spieltag des Jahres so früh wie noch nie, zur absoluten Unzeit im März statt – ROTE Karte!.

Das Restaurant „Zum Zeppelin“, recht nahe beim Platz gelegen, bietet eine ansprechende Speisekarte mit leckeren Fischspezialitäten aus der Region. Der 2003er Barolo mundet hervorragend.

Reisinger Bälle von der Company gespielt:

Mittelkreis: Murnau
Rohr: R32, Bergheim, Olten
Flachtöter: Caddy C0

++++ Aktuell ++++

++++ Aktuell ++++

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